Anfrage: Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge im Landkreis

Nach dem Beschluss des EU-Parlamentes vom 14. Februar 2023 dürfen ab dem Jahr 2035 keine neuen PKW und Kleintransporter mehr neu zugelassen werden, die im Betrieb Treibhausgase ausstoßen. Dies bedeutet das faktische Aus für klassische Verbrennungsmotoren. In der Folge braucht diese Entwicklung einen enormen und zügigen Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. Lediglich für vor 2035 zugelassene Diesel- und Benzinfahrzeuge soll es einen Bestandsschutz geben.

Die AfD-Fraktion stellt die folgenden Fragen:

1. Wie viele öffentliche Ladestationen für Elektrofahrzeuge gibt es aktuell im Landkreis Darmstadt-Dieburg?

Antwort der Kreisverwaltung:

„Laut „Liste der Ladesäulen (Stand: 1. Dezember 2022)“ der Bundesnetzagentur (https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Fachthemen/ElektrizitaetundGas/E-Mobilitaet/Ladesaeulenkarte/start.html) befinden sich im Landkreis Darmstadt-Dieburg (Stand 1. Dezember 2022) 338 öffentlich zugängliche Ladepunkte.“


2. Wo befinden sich die in Frage 1 erfragten öffentlichen Ladestationen?

Antwort der Kreisverwaltung:

„Die öffentlich zugänglichen Ladepunkte verteilen sich wie folgt auf die Kommunen im Landkreis Darmstadt-Dieburg:“

KommuneAnzahl Ladepunkte
Alsbach-Hähnlein5
Babenhausen14
Bickenbach1
Dieburg35
Eppertshausen10
Erzhausen6
Fischbachtal6
Griesheim20
Groß-Bieberau8
Groß-Umstadt52
Groß-Zimmern17
Messel6
Modautal10
Mühltal8
Münster15
Ober-Ramstadt10
Otzberg8
Pfungstadt32
Reinheim13
Roßdorf14
Schaafheim8
Seeheim-Jugenheim4
Weiterstadt36

3. Durch wen werden die erfragten öffentlichen Ladestationen finanziert und betrieben?

Antwort der Kreisverwaltung:

„Die öffentlich zugänglichen Ladepunkte im Landkreis Darmstadt-Dieburg werden laut Bundesnetzagentur von folgenden Betreibern finanziert und betrieben:“

BetreiberAnzahl Ladepunkte
ALDI SÜD12
Mer Germany GmbH2
GGEW AG3
ENTEGA Energie GmbH104
ENTEGA Plus GmbH144
Privatperson3
EMobility Netzwerk Deutschland GmbH4
EnBW mobility+ AG und Co.KG18
Comfortcharge GmbH4
Willi Weber GmbH & Co KG3
Mercedes-Benz AG – Niederlassung Darmstadt8
Autohaus Stefan Semler GmbH & Co.KG2
WILLI KRÄMER KG4
Lidl2
E.ON Drive GmbH6
Kaufland14
Auto-Seeger GmbH3
Reimo Reisemobilcenter GmbH2

4. Wie hoch schätzt die Kreisverwaltung den Bedarf an zusätzlichen öffentlichen Ladestationen für Elektrofahrzeuge bis zum Jahr 2035?

Antwort der Kreisverwaltung:

„Hierzu kann keine Aussage getroffen werden.“


5. Wie viele öffentliche Ladestationen sollen im Landkreis in Vorbereitung auf das Verbrenner-Aus pro Jahr neu eingerichtet werden?

Antwort der Kreisverwaltung:

„Hierzu kann keine Aussage getroffen werden.“


6. Wo sollen die neuen öffentlichen Ladestationen errichtet werden?

Antwort der Kreisverwaltung:

„Hierzu können keine Angaben gemacht werden. Die Standorte sind mit den Kommunen abzustimmen.“


7. Durch wen werden die zusätzlich benötigten öffentlichen Ladestationen errichtet und betrieben?

Antwort der Kreisverwaltung:

„Als Betreiber kommen private Investoren bzw. Energieunternehmen oder auch Kommunen in Betracht.“


8. Erwartet die Kreisverwaltung durch den Bau zusätzlicher Ladestationen im öffentlichen Raum eine Verschärfung der Parkplatzsituation in den Kommunen, und wie will sie diesen kompensieren?

Antwort der Kreisverwaltung:

„Die Regelung des ruhenden Verkehrs ist Aufgabe der Kommunen.“


9. Wie hoch ist nach Schätzung der Kreisverwaltung der finanzielle Eigenanteil des Landkreises für die neuen Ladestationen? Bitte nach erwarteten Kosten pro Jahr aufschlüsseln.

Antwort der Kreisverwaltung:

„Es handelt sich nicht um eine Pflichtaufgabe des Landkreises. Aktuell ist keine finanzielle Beteiligung vorgesehen.“


Vorlage: 2567-2023/DaDi

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