Unsere Antwort auf den Klimaschutz-Leserbrief von Pfarrer Hans-Joachim Greifenstein

In seinem Leserbrief „Wie geht’s weiter nach der Hitze?“ in der Offenbach-Post Ausgabe vom 03.07.2026 bemüht Herr Greifenstein (Pfarrer im Ruhestand) das Bild eines Arztes, der vor der „Leberzirrhose“ des Planeten warnt. Doch wer die Realität der aktuellen Klimapolitik betrachtet, erkennt schnell: Die vermeintlichen Heiler glauben selbst nicht an die Wirksamkeit ihrer Therapie.

1. Die Doppelmoral der Klimaschützer

Wie glaubwürdig ist eine Klimaschutz-Bewegung, die den „Weltuntergang“ an die Wand malt, aber gleichzeitig die effizientesten CO2-freien Grundlast-Garanten – unsere Kernkraftwerke – abschaltet und in die Luft sprengt? Wer behauptet, die Erde brenne, darf nicht mutwillig gesicherte, emissionsfreie Energiequellen vernichten. In Hamburg wurde das moderne und hocheffiziente Kohlekraftwerk Moorburg nach nur 6 Jahren unter grünem Druck stillgelegt und inzwischen ebenfalls gesprengt, während alte Braunkohle-Dreckschleudern aus den 60er Jahren weiterlaufen. Und während die „Moralapostel“ Opfer vom Normalbürger fordern, gehört die Klientel der Klima-Aktivisten oft selbst zur Gruppe der Vielflieger („Langstrecken-Luisa“ ist keine Ausnahme, wie diverse Erhebungen gezeigt haben). Wer so handelt, entlarvt sein eigenes Katastrophenszenario als politisches Instrument, an das er privat offensichtlich nicht glaubt. Und ganz gewiss sollten solche Menschen anderen nicht mit Vorträgen über moralisches Verhalten kommen.

2. Die „Tragik der Allmende“ und der deutsche Alleingang

Der Vergleich mit der Leberzirrhose hinkt gewaltig. Es ist eher so, als wolle man die Leberzirrhose des Nachbarn heilen, indem man selbst abstinent lebt. Die Atmosphäre ist ein globales Gut. Deutschland ist für weniger als 2% der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich. Während wir unsere Industrie durch horrende Energiekosten ins Ausland treiben und unseren Wohlstand opfern, bauen Nationen wie China und Indien hunderte neue Kohlekraftwerke. Dieser ökonomische Selbstmord hat keinerlei messbaren Effekt auf das Weltklima, wirkt aber als abschreckendes Beispiel für den Rest der Welt. Niemand folgt einem Land, das seine Wettbewerbsfähigkeit für ideologische Symbole opfert.

Wer sich ständig über vermeintliche „Klimaleugner“ aufregt, darf selbst nicht die globale Realpolitik leugnen.

3. Wissenschaftliche Korrekturen statt Apokalypse

Besonders problematisch ist Herr Greifensteins Verweis auf einen angeblichen 99%-Konsens unter Wissenschaftlern. Wissenschaft lebt vom Zweifel, nicht vom Dogma. Tatsächlich hat erst kürzlich eine Gruppe von 44 namhaften Wissenschaftlern das bisherige Extrem-Szenario des Weltklimarates (RCP 8.5), das stets als Basis für die Panikmache diente, als „unplausibel“ verworfen (siehe unseren Antrag zur Anpassung der Klimastrategie an neue Erkenntnisse des Weltklimarates vom 22.06.2026). Die Prognosen werden nach unten korrigiert. Selbst wenn man einen geringfügigen menschlichen Einfluss bejaht, rechtfertigt die moderate Erwärmung von prognostizierten 1,11 Grad für den Zeitraum von 2026 bis 2100 keine Zerstörung unserer wirtschaftlichen Existenzgrundlage. An einen derart langsamen und geringfügigen Temperaturanstieg können sich die Pflanzen, Tiere und Menschen problemlos anpassen.

Unser Fazit

Statt Steuergelder in wirkungslose Maßnahmen zu versenken, sollte man mit einem Bruchteil der Gelder auf Anpassung setzen und die Umwelt mit echter Innovation schützen. Moderne Technologien bieten automatischen Umweltschutz durch höhere Effizienz – aber ohne den Preis des wirtschaftlichen Abstiegs. Als Beispiel seien moderne Kernenergie-Reaktoren der 4. Generation und insbesondere Small Modular Reactors genannt.

Die Wahrheit ist: Wir brauchen keine Klimapanik, sondern eine Rückkehr zu Vernunft und Realpolitik.

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